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Die Posturologie-Posturopodie

Die Posturologie analysiert die Kontrolle, die Stabilität und die Art der Körperhaltung (“Postur”). Der Mensch nutzt die Augen, das Innenohr, die Füße, die Propriozeption (Information aus den Gelenken) und die Viszerozeption (Körpersignale aus den Organen), um den Körper unter Einfluss der Schwerkraft in seiner Umgebung auszurichten.

    1. In der Praxis

      • Die Untersuchung dauert 1 Stunde.

      • Bringen Sie alle Untersuchungsunterlagen mit (Röntgenaufnahmen, Ultraschall oder sonstiges).

      • Bringen Sie ebenfalls 1 oder 2 Paare Schuhe mit, die Sie regelmässig tragen.

      • Wenn Sie einen Sport praktizieren, bringen Sie bitte Ihre Sportschuhe mit.

      • Bringen Sie eine kurze Hose und ein T-Shirt mit.

      • Wenn Sie und/oder Ihr Arzt sich zur Herstellung von Einlagen entscheiden, müssen Sie eine Wartezeit von einer Woche einplanen.

      • In Belgien gibt es bei verschiedenen Krankenkassen die Möglichkeit einer teilweisen Rückerstattung der Konsultation. Leider besteht im Moment noch keine Rückerstattung bei den Kosten der Einlagen. Bitte wenden Sie sich für Fragen an Ihre Krankenkasse.

Untersuchung

Die Posturographie erlaubt uns anhand der Erfassung eines elektronischen Fussabdrucks, die Haltungsstörungen zu erkennen und vor allem, diese zu visualisieren. Die dabei erzielten Ergebnisse geben uns wichtige Hinweise für die Therapie.

Die posturale Untersuchung (Haltungsanalyse)

Sie dient der Bestimmung des Morphotyps und der Körperhaltungs-Störungs, sowie der fehlerhaften propriozeptiven Informationsverarbeitung, die eine optimale Haltungskontrolle verhindert.
Die klinische Untersuchung (morphostatische Bestimmung, posturale Reflexe, Posturodynamik usw...) können durch weitere Untersuchungen komplettiert werden (Posturographie auf einer Plattform, Podometrie, Radiographie usw...)

Kinder

Bei Kindern unter 5 Jahren lässt sich eine dynamische Untersuchung nur schwer durchführen, da der normale Gangzyklus noch nicht definitiv installiert ist.
Verschiedene Wachstumsstörungen (Plattfüße, Hohlfüße, "X"-Beine oder "O"-Beine, Innenrotations-Haltung,…) machen von sich aus keine Behandlung notwendig, da sie Teil der normalen Entwicklung in diesem Alter sind! Allerdings sollten sie unter Beobachtung bleiben, um mögliche Verschlimmerungen zu vermeiden.
Da die Pubertät eine Phase großer Veränderungen ist (Sport, Gewicht, Beweglichkeit,...), kann es nötig sein, vor dem Ende der Wachstumsphase, verschiedene Auffälligkeiten zu korrigieren.
Diese vorbeugenden Maßnahmen erlauben eine Vermeidung von chronischen Haltungsstörungen im Erwachsenenalter.

Schuhwerk:

Seien Sie aufmerksam, wenn es zu anormalen Abnutzungserscheinungen der Schuhe kommt und achten Sie auf ein korrektes Schnüren der Sportschuhe.

Erwachsene

Die Füße sind die Basis einer statischen und dynamischen Haltungskontrolle des Körpers.

Ein Ungleichgewicht, egal welcher Art, kann kurz-, mittel- oder langfristig Beschwerden im Berich der Füße, der Knie, des Beckens oder des Rückens verursachen. Anhand der verschiedenen podologischen und posturologischen Untersuchungen, können wir dieses Ungleichgewicht objektivieren.

Falls notwendig, können Einlagen auf Maß und an die Störung angepasst hergestellt werden.

Sportler

Der Fuß ist das erste dynamische Hilfsmittel des Sportlers.

Durch sich wiederholende Mikro-Traumata (Schnelligkeit, Ausdauer, Explosivität) kann er zum Ursprung von chronischen oder akuten Beschwerden werden und Auswirkungen auf die Muskulatur, die Bänder, die Knochen und Knorpelstrukturen in allen Anteilen der unteren Extremität haben.
Entsprechend der Faktoren, wie Sportart, Gewicht, Beweglichkeit, muskuläre oder artikuläre Einflüsse auf Höhe der Füße während einer Aktivität, kann die Belastung das 1 bis 8-fache des Körpergewichts erreichen.
Die funktionellen Orthesen erlauben (wenn notwendig) diese Belastung zu limitieren und dem Fuß eine bestmögliche Funktionalität zu geben.

Ratschläge zum Stretching:

Ein paar gezielt durchgeführte Dehnungsübungen sind sehr vorteilhaft und wichtig vor einer Belastung (zur Vorbereitung der Muskulatur und der Gelenke) und vor allem nach einer Anstrengung (damit die Muskulatur ihre Elastizität wiedererlangt).